U23 World Championships (USA) – Interviews

Vom 9.–17. Oktober 2026 war die Schweiz bei den U23 Weltmeisterschaften in Las Vegas, USA, mit einer Delegation im Frauenringen vertreten.

Platzierungen:

– Svenja Jungo (50kg, WW) – Platz 10

– Annatina Lippuner (62kg, WW) – Platz 15

Interview mit Annatina Lippuner

Im Achtelfinal musste sie sich der Mongolin Khulan Byambasuren mit 2:6 geschlagen geben und beendete die Weltmeisterschaft auf dem 15. Rang.

Die Vorbereitung verlief alles andere als optimal. Während eines Trainingslagers in Japan verletzte sich Lippuner am Rücken und konnte in den drei Wochen vor der WM nicht auf der Matte trainieren. Trotz starker Schmerzen entschied sie sich für eine Teilnahme.

«Ich habe schon viel aufgrund von Verletzungen verpasst, und hier war einfach mein Wille grösser als der Schmerz», erklärte Lippuner.

Obwohl die Enttäuschung nach dem frühen Ausscheiden gross war, blickt sie entschlossen nach vorne: «Ich fahre jetzt zwar enttäuscht nach Hause, aber ich weiss, meine Reise geht weiter und ich werde neu angreifen. Noch stärker.»

Zunächst steht für Lippuner die vollständige Genesung im Vordergrund, bevor sie sich auf kommende Wettkämpfe vorbereitet.

Den vollständigen Bericht mit weiteren Einblicken gibt es auf der Webseite des Ringerclubs Oberriet-Grabs: https://www.rcog.ch

Quelle: Ringerclub Oberriet-Grabs (RCOG)

Interview mit Svenja Jungo.

Im ersten Kampf gegen Serineh Diana Crane konntest du aus der Nahdistanz mehrere Angriffe vorbereiten und punkten. War das deine Strategie? Und wie hast du die Atmosphäre an der WM erlebt?

«Ich hatte keine bestimmte Strategie für den Kampf. Die Stimmung war sehr speziell. Wir hatten mit mehr Zuschauern gerechnet, allerdings waren die Eintrittspreise sehr hoch, weshalb nur wenige Leute in der Halle waren. Im Aufwärmbereich war die Stimmung hingegen top. Mit meiner eigenen Leistung bin ich generell nicht zufrieden, da ich meine vorgenommenen Ziele nicht erreichen konnte.»

Im Viertelfinal gegen Turner hast du weniger aus der Nahdistanz gearbeitet. War das eine bewusste Entscheidung? Wie hast du ihre aggressive Kampfweise erlebt?

«Sie ist sehr aggressiv und hektisch in den Kampf gestartet. Damit bin ich nicht klargekommen. Ich war völlig aus der Fassung und nicht ich selbst auf der Matte.»

Was nimmst du aus dieser Weltmeisterschaft mit? Was lief gut und woran möchtest du künftig arbeiten?

«Ich habe erkannt, dass ich mental noch einiges aufarbeiten muss. Da ich mit meiner Leistung nicht zufrieden bin, kann ich nicht viel Positives mitnehmen. Ich möchte gezielt an meinen Schwierigkeiten arbeiten, damit ich in Zukunft auch mit solchen Gegnerinnen besser klarkomme.»

Fazit von Patrick Loës:
Nationaltrainer Patrick Loës zieht trotz der nicht erhofften Ergebnisse ein positives Fazit hinsichtlich der gesammelten Erfahrungen. Die Vorbereitung von Svenja Jungo und Annatina Lippuner verlief nicht optimal, dennoch wäre aus seiner Sicht mehr möglich gewesen. Für beide Athletinnen war es eine wertvolle Erfahrung, erstmals vor einer solchen Kulisse zu kämpfen. Nach einer kurzen Erholungsphase beginnt die Vorbereitung auf die kommenden Herausforderungen, insbesondere die Elite-WM im nächsten Jahr, bei der die ersten Olympiatickets für Los Angeles 2028 vergeben werden.

Weitere Infos: >>hier<< und >>hier<< (Resultate)

Turnierverlauf Tag 4

Annatina Lippuner (62kg, WW)

Achtelfinal: Niederlage gegen Khulan Byambasuren (MGL) 2:6

Weiteres:

Die Gegnerin hat das Finale nicht erreicht. Somit ist der WM-Einsatz für Annatina und die gesamte Schweizer Delegation beendet.

Turnierverlauf Tag 3

Svenja Jungo (50kg, WW)

Achtelfinal: Sieg gegen Serineh Diana Crane (ARM) 7:4

Viertelfinal: Niederlage gegen M. Turner (USA) 0:10

Weiteres:
Die Gegnerin hat das Finale nicht erreicht. Somit ist der WM-Einsatz für Svenja beendet.

Donnerstag ab 19:30 Uhr: Weiter geht es mit Annatina Lippuner (62 kg).