Vom 09.–10. August fanden in Rumänien, Bukarest, die Kämpfe beim Ion Cornianu & Ladislau Simon Turnier statt. Die Schweiz war mit einer Delegation im Freistil (FS) vertreten.
Trainer:
– Gergely Gyurits, FS
Kampfrichter:
– Thomas Murer
Resultate:
– Thomas Epp 57 kg FS: 3. Platz 🥉
– Mansur Mavlaev 79 kg FS: 3. Platz 🥉
– Nils Leutert 61 kg FS: 3. Platz 🥉
– Kimi Käppeli 79 kg FS: 7. Platz
Interview:
Mit Thomas Epp zum seinem Comeback in Polen nach seiner Verletzung und die Herausforderungen in Rumänien
Frage: In Polen hattest du dein Comeback. Wie hast du den Einstieg erlebt?
Thomas Epp: Ja, genau, in Polen war mein Comeback. Ich bin gut ins Turnier gestartet und konnte 10:0 gegen Puerto Rico gewinnen.
Frage: Wie lief es im weiteren Turnierverlauf in Polen?
Thomas Epp: Im zweiten Kampf war es eine knappe Begegnung. Gegen Schluss merkte ich, dass mir die Wettkampfpraxis noch fehlte. Es stand bis zur letzten Minute 2:2, ich hatte geführt. Ich war ziemlich durch, und er konnte nochmals zwei- bis dreimal punkten. So fiel das Resultat mit 7:2 aus. Dafür habe ich am Abend einen guten Kampf gezeigt. Ich habe auch taktisch sehr clever gerungen und konnte 3:2 gegen Algerien gewinnen. Er ist sicher kein schlechter Gegner – letztes Jahr war er Zweiter bei den Afrikameisterschaften. Es war schön, wieder auf der Matte zu stehen.
Frage: Wie verlief deine Vorbereitung?
Thomas Epp: Nach einer langen Verletzung hatte ich eine gute Vorbereitung. Ich war eine Woche früher in Ungarn und habe dort im Club Vasas trainiert. Ich konnte dort sehr gut arbeiten, hatte immer einen Coach dabei. In der zweiten Woche kam das Kader dazu, und wir trainierten noch zwei Wochen gemeinsam in Budapest.
Frage: Wie geht es deinem Fuss inzwischen?
Thomas Epp: Ich habe mich sehr gut gefühlt. Mein Fuss hält zu 100 %, er ist vollständig belastbar. Ich merke nichts mehr.
Frage: Nun stand das Turnier in Rumänien an. Wie lief es dort für dich?
Thomas Epp: Von meiner Seite aus habe ich sicher besser gerungen als in Polen. Dort hatte ich die Revanche gegen den Kanadier und konnte 5:4 gewinnen – ein spannender Kampf. Danach kam der Georgier. Gegen ihn habe ich schon zweimal um Platz 3–5 bei der EM verloren. Auch diesmal war es ein knapper Kampf, den ich 0:2 verlor. Gegen den Bulgaren war es genau gleich – ein 50:50-Kampf. Leider verlor ich am Schluss 0:3. Ich war noch einmal an seinem Bein, konnte den Punkt aber nicht machen. Nach der letzten Runde gegen Rumänien konnte ich alles zeigen und den Kampf vorzeitig durch technische Überlegenheit beenden.
Frage: Wie beurteilst du deine Leistung in Rumänien?
Thomas Epp: Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung in Rumänien. Ich habe gesehen, dass noch einiges möglich ist. Die Wettkampfpraxis ist wichtig, und ich konnte mit allen mithalten. Ich hatte alle vier Kämpfe innerhalb von zwei Stunden in Rumänien – eine hohe Belastung, die aber gut ging. Ich fühle mich fit und kann die sechs Minuten durchkämpfen.
Frage: Dein Gesamtergebnis?
Thomas Epp: Ich habe zwei Kämpfe gewonnen und zwei verloren, was den dritten Platz bedeutete.



