Vom 6. bis 10. Februar 2026 fand in Willisau der fünftägige Einführungskurs «J+S Einführung in den Leistungssport» für angehende Berufstrainer statt. Der kampfsportübergreifende Kurs richtete sich an Trainerinnen und Trainer auf der Stufe Talent und bot eine fundierte Einführung in zentrale Themen des leistungsorientierten Nachwuchssports.
Mit zehn Ringern, drei Judoka und einem Schwinger war der Kurs gut bis sehr gut besucht. Erstmals seit Bestehen dieses sportartenübergreifenden Formats stellte Swiss Wrestling die grösste Teilnehmergruppe. Dies unterstreicht die wachsende Bedeutung der strukturierten Trainerausbildung innerhalb des Verbandes.
Das fachliche Niveau war hoch. Zahlreiche Teilnehmende verfügen über langjährige Trainererfahrung oder sind beziehungsweise waren selbst international erfolgreich. Unter ihnen befanden sich unter anderem der Weltmeister Nils Stump sowie die Fünftplatzierte der Olympischen Spiele von Tokio, Fabienne Kocher. Der Erfahrungsaustausch zwischen aktiven und ehemaligen Spitzensportlern sowie etablierten Trainern prägte die Qualität des Kurses massgeblich.
Die Zusammenarbeit mit den Verbänden aus Judo, Nationalturnen und Schwingen funktioniert auf J+S-Ebene sehr konstruktiv. Entsprechend wurden Themen aus allen beteiligten Sportarten behandelt, mit einem klaren Fokus auf die Talentstufe und die langfristige Leistungsentwicklung.
Mit Christoph Feyer (Sportwissenschaftlicher Leiter Ringen), Leo Held (Mentaltrainer Schwingen) und Bruno Tsatack (U18-Nationaltrainer Judo) waren zudem ausgewiesene Fachreferenten vor Ort. Sie gewährten Einblicke in ihre jeweilige Arbeit und vermittelten praxisnahe Impulse für die Weiterentwicklung im Leistungssport.
Aus Sicht des Ringerverbandes ist insbesondere das grosse Interesse an der Berufstrainerausbildung als Erfolg zu werten. Fünf der zehn teilnehmenden Ringer beabsichtigen, bereits im Jahr 2026 in die entsprechende Ausbildung einzusteigen.
Diese Entwicklung zeigt, dass die Kritik von Swiss Olympic aus dem Jahr 2022 – wonach zu wenig in die Ausbildung eigener Trainer investiert werde – ernst genommen wurde. Die eingeleiteten Massnahmen greifen. Eine frühere Schwäche beginnt sich sichtbar in eine strukturelle Stärke zu verwandeln.