Am 20. und 21. Dezember 2025 fand in Willisau das Frauen-Trainingsweekend statt. Athletinnen aus verschiedenen Alters- und Leistungsstufen nutzten die Gelegenheit, gemeinsam zu trainieren.
Das Trainingsweekend stand letztmals unter der sportlichen Leitung von Eveline Lötscher, die über viele Jahre hinweg eine zentrale Rolle in der Entwicklung des Frauenringens in der Schweiz einnahm. Mit grossem Engagement, viel Fachwissen und persönlichem Einsatz hat sie zahlreichen Mädchen und jungen Frauen den Zugang zum Ringsport erleichtert und nachhaltige Strukturen aufgebaut.
Neben dem sportlichen Teil des Weekends hatte die Veranstaltung auch einen besonderen symbolischen Moment: SWFE-Präsidentin Nadine Pietschmann nutzte die Gelegenheit, um Eveline Lötscher im Namen der Swiss Wrestling Federation offiziell aus ihrer Funktion zu verabschieden. In einem kurzen Inspirationsbeitrag würdigte sie dabei Evelines ausserordentlichen Einsatz für den Nachwuchs und insbesondere für das Frauenringen in der Schweiz.
Mit dem Abschluss dieses Lehrgangs geht die Verantwortung für das Frauenprojekt künftig an Sandra Paruszewski und Sofia Bodnar über, die die Weiterentwicklung des Frauenringens innerhalb der Swiss Wrestling Federation gemeinsam vorantreiben werden.
Das Trainingsweekend in Willisau bildete damit nicht nur einen sportlichen Jahresabschluss, sondern auch einen wichtigen Übergang: zwischen Bewährtem und Neuem, zwischen Rückblick und Ausblick auf die nächste Entwicklungsphase im Schweizer Frauenringen.
Kurzinterview mit Eveline Lötscher:
Wie blickst du heute auf deine Zeit als Leiterin des Frauenprojekts der Swiss Wrestling Federation zurück?
„Ich blicke mit viel Stolz und Dankbarkeit darauf zurück. Es war eine intensive, aber unglaublich wertvolle Zeit, in der wir dem Frauenringen in der Schweiz ein Gesicht geben und beginnen konnten, tragfähige Strukturen aufzubauen.“
Was war dir in der Arbeit mit den Athletinnen und beim Aufbau des Frauenringens besonders wichtig?
„Mir war besonders wichtig, dass sich die Athletinnen ernst genommen und unterstützt fühlen – sportlich wie menschlich. Am meisten Freude bereitete mir der Teamgeist und das gemeinsame Wachsen eines neuen Projekts.“
Wie geht es für dich persönlich weiter, was sind deine nächsten Schritte?
„Ich bleibe dem Sport und der Förderung von Frauen im Ringen eng verbunden. Künftig möchte ich meine Erfahrung verstärkt im Frauen- und Mädchentraining einbringen. Die Hemmschwelle, in einem reinen Frauentraining eine neue Sportart auszuprobieren, ist deutlich geringer als in einer gemischten Trainingsumgebung. Genau dort möchte ich ansetzen: mehr Frauen und Mädchen für den Ringsport begeistern und so langfristig auch die Vereine stärken.“


