53. Delegiertenversammlung der Swiss Wrestling Federation: Klare Zustimmung zum eingeschlagenen Kurs

Am 21. März 2026 fand in Domdidier die 53. Delegiertenversammlung der Swiss Wrestling Federation statt. Unter der Leitung von Präsidentin Nadine Pietschmann versammelten sich Delegierte aus allen Regionen, Mitglieder des Zentralvorstands sowie zahlreiche Gäste, um auf das vergangene Jahr zurückzublicken und die Weichen für die Zukunft zu stellen.

Breite Zustimmung zu Berichten und strategischer Ausrichtung

Die Delegierten genehmigten sämtliche Jahresberichte des Zentralvorstands mit grossen Mehrheiten. Diese spiegeln die intensive Arbeit in den Bereichen Leistungssport, Nachwuchsförderung, Wettkampforganisation, Lizenzen sowie Recht und Ethik wider.

Auch die Jahresrechnung 2025, die mit einem Verlust von rund CHF 88’000 abschliesst, wurde genehmigt. Der ausgewiesene Verlust entspricht dem budgetierten Rahmen und ist Ausdruck einer bewusst eingeleiteten Transformationsphase.

Das Budget 2026 wurde im Vorfeld in einem intensiven Prozess unter Einbezug der Vereine erarbeitet und von der Versammlung mit grosser Mehrheit gutgeheissen. Damit wurde zugleich ein strategischer «Richtungsentscheid bis 2028» bestätigt, der die weitere Entwicklung des Verbands vorgibt.

Zentralvorstand treibt umfassende Modernisierung voran

Die Delegiertenversammlung machte deutlich, dass sich der Verband in einer Phase grundlegender Modernisierung befindet. Der Zentralvorstand arbeitet konsequent daran, Strukturen zu vereinfachen, Prozesse zu professionalisieren und die strategische Ausrichtung des Verbands nachhaltig zu schärfen.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Professionalisierung im Finanzbereich sowie auf der Weiterentwicklung zentraler Systeme, insbesondere der Lizenzverwaltung. Parallel dazu werden aktuell sämtliche Reglemente umfassend überarbeitet.

Dabei profitiert Swiss Wrestling zunehmend von engen Kontakten zu Swiss Olympic sowie von einer verstärkten internationalen Vernetzung. Diese Entwicklungen schaffen wichtige Grundlagen für die zukünftige Positionierung des Schweizer Ringsports.

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Verstärkung im Bereich Finanzen und personelle Veränderungen

Im Rahmen einer Ersatzwahl wurde Markus Odermatt neu in den Zentralvorstand gewählt. Er übernimmt das Ressort Finanzen und Controlling und soll insbesondere die finanzielle Steuerung des Verbands weiter stärken. Die Wahl erfolgte einstimmig.

Gleichzeitig wurde Marika Matter-Ryser, die das Ressort Finanzen und Personal im vergangenen Jahr betreut hatte, mit grossem Dank verabschiedet. Ihr Engagement war insbesondere für die Weiterentwicklung und Modernisierung der Buchhaltung von zentraler Bedeutung.

Die externe Vergabe der Buchhaltungsführung wurde im Zuge dieser Professionalisierung beschlossen und soll mittelfristig zusätzliche Stabilität und Effizienz bringen.

Anpassungen im Reglement und laufende Strukturdebatten

Neben organisatorischen Themen standen auch mehrere Anträge zur Diskussion. So wurden unter anderem neue Statutenbestimmungen zur Regelung von Interessenkonflikten sowie zur Annahme von Geschenken – in Anlehnung an Vorgaben von Swiss Olympic – verabschiedet.

Beim Thema Transferregelung entschied die Versammlung nach intensiver Diskussion, die bestehende Transfersperre vorläufig aufzuheben und eine neue, breit abgestützte Lösung zu erarbeiten.

Darüber hinaus wurden erste Überlegungen zu möglichen strukturellen Veränderungen innerhalb des Verbands angestossen, insbesondere im Hinblick auf die zukünftige Rolle der Regionen. Diese Diskussionen sollen in den kommenden Monaten weitergeführt werden.

Ehrungen und Ausblick

Im Rahmen der Versammlung wurden verdiente Persönlichkeiten geehrt. Besonders hervorzuheben ist die Ernennung von Jean-Pierre Terretaz zum Ehrenmitglied. Damit würdigt der Verband sein langjähriges Engagement und seine Verdienste für den Schweizer Ringsport.

Die Delegiertenversammlung in Domdidier zeigte insgesamt ein klares Bild: Swiss Wrestling befindet sich in einem umfassenden Transformationsprozess, der von breiter Unterstützung getragen wird. Mit klarer strategischer Ausrichtung, wachsender Professionalität und enger Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnern stellt der Verband die Weichen für eine nachhaltige und erfolgreiche Zukunft.